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Eisler-Studien / Volume 3

Peter Schweinhardt (ed.)

Kompositionen für den Film. Zu Theorie und Praxis von Hanns Eislers Filmmusik

Wiesbaden et al.: Breitkopf & Härtel, 2008

ISBN: 978-3-7651-0383-4 (280 pages, €29) Order

Read jacket text (in German)

 

Contents:

Peter Schweinhardt

Ein guter Filmkomponist? Überlegungen zur Spielfilmmusik Hanns Eislers 

Guido Heldt

Grenzgänge: Filmisches Erzählen und Hanns Eislers Musik 

Tobias Faßhauer

Film – Musik – Montage. Beobachtungen in Niemandsland 

Johannes C. Gall

A Rediscovered Way to Describe Rain: New Paths to an Elusive Sound Version

David Neumeyer & James Buhler

Composing for the Films, Modern Soundtrack Theory, and the Difficult Case of A Scandal in Paris 

Oliver Dahin

An Embedded Narrative: Hanns Eisler’s Score for Council of the Gods 

Amy Lynn Wlodarski

Excavating Eisler: Relocating the Memorial Voice in Nuit et Brouillard

Thomas Ahrend

„Wir werden ihnen unser Gesicht nicht zeigen …“. Eislers Musik zum Fernsehfilm Esther

Roberto Kolb

Four Ways of Describing Death: Painting, Filming, Narrating and Scoring Mexican Funeral Scenes 

Breixo Viejo

Neue Musik für einen befreiten Film. Giovanni Fuscos Filmmusik zu Alain Resnais’ Hiroshima mon amour

Barry Salmon

[RE]Composing for the Films: The Problem of Praxis

 

Jacket text

Der Charme des im USA-Exil von Hanns Eisler durchgeführten Filmmusikprojekts mit dem daraus hervorgegangenen, mit Theodor W. Adorno verfassten theoretischen Werk Komposition für den Film hat sich in den Beiträgen dieses Bandes einmal mehr als fruchtbar erwiesen. Obwohl die dort eingeforderten Produktionsverhältnisse auch für Eisler vor und nach dem Projekt kaum mehr gegeben waren, bildet es doch Gravitationszentrum und Schlüssel zu wichtigen Aspekten von Eislers Filmschaffen. Komposition für den Film erscheint in den versammelten Beiträgen in unterschiedlichen Perspektiven: als Teil einer in die Frankfurter Schule reichenden Debatte; im Zusammenhang einer weiteren Diskussion über Verfremdung, Autonomie, dramaturgisches Kontrapunktieren und Synchronisieren, vorab in Verbindung mit der Theorie Michel Chions; vor dem Hintergrund erzähltheoretischer Annäherungen; in der Skizzierung seiner Wirkungsgeschichte über das filmmusikalische Werk Hanns Eislers hinaus; als theoretischer Bezugspunkt für Phänomene wie filmisch-musikalische Erinnerungsprozesse, Montage, filmmusikalische Dramaturgie und die Reflektion von Graden der Verbindung von musikalischer Form und filmischer Erzählung.

Wenn die Texte also gleichwohl selbstverständlich Komposition für den Film rezipieren, so handelt es sich doch vor allem um je unterschiedliche Befassungen mit Kompositionen für den Film und die dergestalt fortschreitende Kenntnis der Filmmusik Eislers. Dabei gewinnt zugleich die Tatsache, dass Adorno/Eislers Buch-Theorie und Eislers Leinwand-Praxis keineswegs immer in Einklang stehen, zunehmend den Charakter der Trivialität. Dass Eisler die im Filmbuch formulierten Standards andererseits sehr häufig und an teils überraschenden Stellen einlöst, erscheint dadurch umso bemerkenswerter.

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