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Im Beisein von mehr als 50 Gästen enthüllten Dr. Skadi Jennicke (Leipziger Kulturbürgermeisterin), Prof. Klaus Völker (Vorsitzender der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft Berlin) und Bettina Weil (Leipziger Vorstandsmitglied der IHEG) die neue Gedenktafel für Hanns Eisler an seinem Geburtshaus in der Hofmeisterstraße 14. Die Ansprache hielt Komponist, Pianist und Dirigent Steffen Schleiermacher. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Reiko Brockelt. Er improvisierte auf dem Saxophon über zwei Eisler-Lieder.

Auf der Gedenktafel für Eisler steht:

Der Komponist
Hanns Eisler
(6. Juli 1898 - 6. September 1962)
wurde in diesem Haus geboren.
Er war Schüler von Arnold Schönberg und enger Arbeitspartner von Bertolt Brecht.
Seine Kompositionen umfassen Chor- und Orchesterwerke, Ensemblemusik, Lieder, Songs, Bühnen- und Filmmusik sowie die Nationalhymne der DDR.
Stadt Leipzig 2017

Die Gestaltung der Tafel übernahm im Auftrag des Kulturamtes der Stadt der Leipziger Grafiker Gerd E. Nawroth, auch der Text stammt vom Kulturamt Leipzig nach einem Entwurf der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft. Die Gedenktafel an dem historischen Gebäude wird als Station 14 auf dem geplanten Leipziger Notenrad und als Station 30 der mitteldeutschen kulturtouristischen Straße der Musik gekennzeichnet sein.

Die Tafel wird erst der Anfang der Eisler-Ehrung in Leipzig sein, wie es Dr. Skadi Jennicke in ihrer Begrüßungsrede formulierte. Die Geburtswohnung wurde von der LeipzigStiftung erworben, um diese einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Wir haben, so Steffen Schleiermacher in seiner Ansprache, mit der Geburtswohnung Großes vor. Der Eisler-Haus Leipzig e.V., in dem auch die IHEG institutionelles Mitglied ist, will die Wohnung mit Hilfe eines Internationalen Hanns Eisler Stipendiums jungen Komponist/-innen für ein halbes Jahr zum Leben und Arbeiten zur Verfügung stellen.

Die Geburtswohnung befindet sich Parterre links. Hier wohnten seinerzeit Eislers Großeltern mütterlicherseits; seine Eltern lebten nach neueren Erkenntnissen zu diesem Zeitpunkt bereits in Wien. Zur Geburt von Hanns begab sich Ida Maria Eisler in die Hände ihrer Mutter und einer ihr bereits bekannten Hebamme in Leipzig. Vermutlich reiste sogar die gesamte Familie an.

 

News

Eislers Filmmusik-CD auf Bestenliste

Am 15. August 2017 veröffentlichte der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. seine 3. Bestenliste des Jahres 2017. Unter den ausgewählten Medien befindet sich unter der Kategorie Filmmusik die aktuelle CD-Einspielung des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin unter der Leitung von Johannes Kalitzke mit Hanns Eislers Musik zu Hangmen also die, The 400 Million und The Grapes of Wrath, erschienen 2017 bei Capriccio.

Zwischen Welten – Call for Papers 2018

Zwischen Welten
Hanns Eisler und die Umbruchjahre
1918-38-48
 
Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung,
Freitag 1. bis Sonntag 3. Juni 2018
 
Kongresssprachen sind Deutsch und Englisch.
 
 Den 120. Geburtstag Hanns Eislers 2018 nimmt die Tagung zum Anlass, ausgehend von drei weiteren, zeitgeschichtlich bedeutsamen und für den Komponisten auch persönlich einschneidenden "8er-Jahren" künstlerisch-biografische Um- und Aufbrüche zu thematisieren.
 
 1918: Ende der Monarchie, Ende des Krieges, Ende des Kriegsdienstes und künstlerischer Aufbruch Eislers in eine neue Welt im Zeichen der Wiener Schule.
 
 1938: Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich, Aufbruch Eislers in die Neue Welt, ins amerikanische Exil.
 
 1948: Rückkehr Eislers aus dem Exil, Aufbruch in den Trümmern der alten Welt.
 
Wir freuen uns auf Beiträge, die sich mit diesen Umbrüchen im Werk sowie im künstlerischen Umfeld Hanns Eislers beschäftigen. Dabei sind sowohl historische als auch musiktheoretische Perspektiven willkommen. 
Vorschläge für Symposions-Beiträge (200 bis 250 Wörter) bitte bis 31. Oktober 2017 an iheg(at)hanns-eisler.de. Eine Benachrichtigung erfolgt bis zum 1. Dezember 2017.
 
Programmkomitee
Prof. Dr. Christian Glanz (mdw)
Prof. Dr. Hartmut Fladt (IHEG)
Dr. Peter Schweinhardt (IHEG)